Dramatik pur am ersten Play-off Spieltag
Für die Zuschauer hatte sich das Kommen am ersten Play-off auf der Anlage in Neuss ohne Einschränkung gelohnt. Bei einem an Dramatik kaum zu überbietenden Wettkampf und einem neuen Bahnrekord setzten sich am Ende nach mehrfachen Führungswechseln die Gastgeber der SG Düsseldorfer Kegler durch und holten sich die ersten vier Punkte vor Gilzem, Heiligenhaus und Oberthal.
Dabei kann man durchaus noch von einem „zögerlichen“ Beginn sprechen, denn der erste Block hielt nicht wirklich das, was man sich von ihm versprochen hatte. Mit Dirk Kremer (Düsseldorf, 803), André Laukmann (Heiligenhaus, 819), Holger Mayer (Oberthal, 796) und Patrick Bartz (Gilzem, 832) waren zwar so ziemlich die besten Spieler auf der Bahn, zeigten zum Auftakt einige Schwächen.
Für Begeisterung beim Publikum sorgte dann aber der zweite Block, der mit Marvin Panneck (Düsseldorf, 881), Markus Gebauer (Oberthal, 888), Mike Reinert (Gilzem (880) und Marcel Grote (Heiligenhaus,887) allesamt Top-Zahlen auf die Bahn brachten.
Trotzdem fand sich Düsseldorf auf einmal auf Position vier wieder und dieser Einlauf würde am Ende sicherlich alle Medaillenträume begraben. Zumindest gelang Frank Kremer (Düsseldorf, 848) ein wenig Ergebniskosmetik, denn gegenüber Gilles Moores (Oberthal, 835), Patrick Dichter (Gilzem, 793) und Robin Holler (Heiligenhaus, 808) holte er einige Punkte auf.
Gilzem zeigte auch im vierten Block, dass die Leistung vom Ligenspiel keine Eintagsfliege war. Denn auch dort brachten sie Düsseldorf schon arg in Bedrängnis und erst auf den letzten Metern brachte die SG das Spiel nach Hause. Kim Hoffmann (Gilzem, 855) machte gegenüber Thomas Fischer (Düsseldorf, 851) wieder einige Punkte gut. Nach den Zahlen von Carsten Thull (Oberthal, 808) und Sascha Bacinski (Heiligenhaus, 798) entwickelte sich das Spiel nun langsam in die Richtung, dass Gilzem und Düsseldorf um den Tagessieg kämpfen und Oberthal und Heiligenhaus um die Ränge drei und vier.
Das machte der fünfte und vorletzte Block auch deutlich. Timo Schön (Oberthal, 761) und Raphael Kerkhoff/Vincent Muschalik (Heiligenhaus, 779) spielten die beiden schlechtesten Ergebnisse des Tages und so setzten sich Stephan Stenger (Düsseldorf, 812) und Tom Hoffmann (Gilzem, 828) weiter ab.
Vor dem letzten Block stand die Partie also auf Messers Schneide, denn Gilzem führte noch mit 13 Punkten vor Düsseldorf, während Heiligenhaus schon 97 Punkte hinter Gilzem lag und Oberthal sogar schon 100 Punkte.
Alle vier Teams setzten zum Schluss auf altbewährtes und herausragendes Personal. Aber gegen Valentin Olbricht auf der Heimanlage zu bestehen ist nicht ganz so einfach und das musste auch Pascal Petry Aus Gilzem erfahren, der mit seinen 841 keine schlechte Leistung ablieferte, gegen Olbricht aber keine Chance hatte, der mit 921Punkten einen neuen Bahnrekord ablieferte und den Sieg am Ende noch recht deutlich mit 67 Punkten Vorsprung nach Hause fuhr. Sicherlich spielte Düsseldorf auch der Ausfall von Christian Junk in die Karten, der wegen eines Bänderrisses wohl die kompletten Play-offs verpassen wird.
Richtig spannend wurde auch der Kampf um Platz drei. Sollte Heiligenhaus wie im Vorjahr wieder nur mit einem Punkt starten? Mit Daniel Schöneberger (Oberthal) und Marcel Schneimann (Heiligenhaus) standen sich zwei erfahrene Haudegen gegenüber, die sich bis zu Ende einen harten Fight lieferten den Schneimann mit 866 zu 858 für Schöneberger knapp für sich entscheiden konnte und Heiligenhaus in der Gesamtabrechnung mit elf Punkten Vorsprung vor den Saarländern auf Rang drei kam.
Am Wochenende steht der Doppelspieltag in Oberthal und Gilzem auf dem Programm. Eine Prognose über die Punktevergabe abzugeben ist kaum möglich. Dafür sind die Mannschaften zu ausgeglichen und ein Schwachpunkt kann schon entscheidend sein, wie auch Oberthal in Neuss schmerzlich feststellen musste.
Derzeit liegen Gilzem und Heiligenhaus mit jeweils sechs Punkten auf rang eins und zwei in der Tabelle. Mit fünf Punkten knapp dahinter ist Düsseldorf vor Oberthal mit drei Punkten. Die Saarländer als Titelverteidiger dürften aber schon fast aus dem Titelrennen ausgeschieden sein.


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