Bundesliga-Kegler holen Bronze im Titelkampf
Ende gut, alles gut!? Die Bundesliga-Saison der Sportkegler endete mit dem Gewinn der Bronzemedaille. Hört sich erst einmal recht gut an, doch dürfte das Team mit dem Erreichten nicht zufrieden sein.
Die Meisterschaft war im Prinzip schon vor dem letzten Spieltag entschieden. Denn dass Heiligenhaus beim Heimspiel nur dritter wird, damit war nun wirklich nicht zu rechnen. So war klar, dass das Team um André Laukmann Gold holen würde. Platz zwei war noch ein wenig umkämpft, dafür hätte Düsseldorf Gilzem aber schon zwei Punkte abnehmen müssen. Für Bronze musste die SG „nur“ vor Oberthal ins Ziel einlaufen. Die hatten sich aber im Vorjahr ausgerechnet in Heiligenhaus mit einer überragenden Leistung den Titel gesichert.
Für Heiligenhaus sorgten André Laukmann (968,24), Marcel Grote (861,16) und Robin Holler (886,19) nach drei Blöcken schon für klare Verhältnisse und der der Sekt wurde bereits kalt gestellt. Bei Düsseldorf wechselten sich wie fast immer im Laufe der Saison Licht und Schatten ab. Volker Baumeister (903,21) und Frank Kremer (890,20) überzeugten, während der bisher so zuverlässig spielende Marvin Panneck (805,7) einen schwachen Tag erwischte. Platz zwei war aber trotzdem fast schon sicher, weil Oberthal mit Holger Mayer (836,12), Markus Gebauer (856,15) und Daniel Schönberger (817,8) nicht ins Laufen kamen. Gilzem lag zu diesem Zeitpunkt nach den Ergebnissen von Patrick Bartz (801,4), Mike Reinert (805,6) und Patrick Dichter (886,18) auf Rang vier. Silber war also tatsächlich für die SG noch in Reichweite.
Heiligenhaus hatte keinerlei Interesse daran, dass noch einmal Spannung im Kampf um den Titel aufkommt und sicherte Sascha Bacinski (881,17), Raphael Kerkhoff (840,14) und Marcel Schneimann (928,23) die Goldmedaille ab.
Düsseldorf zeigte zwei Blöcke lang mit Thomas Fischer (824,10), einem indisponiertem Niklas Kleinlosen (785,1) keine guten Leistungen. Dennoch kam man nicht vom Kurs ab, weil dafür mal wieder Valentin Olbricht (915,22) einen überragenden Tag hatte.
Blieb also der Blick auf Oberthal und Gilzem. Leider, aus Düsseldorfer Sicht, kam von den Saarländern jetzt gar nichts mehr. Carsten Thull (799,3), Gilles Mores (817,9) und Timo Schön (790,2) hatten keine Chancen, mit ihren schwachen Leistungen Gilzem Paroli zu bieten. Die zeigten mit Kim Hoffmann (831,11), Chris Fuchs (804,5) und Pascal Petry (838,139 auch keinen überragenden Leistungen, es reichte aber, um die Silbermedaille in der Endabrechnung zu gewinnen. Im Gegensatz zur Play-off 2025 holte Oberthal in diesem Jahr 223 Punkte weniger.
Für Düsseldorf ist der dritte Platz sicherlich eine kleine Enttäuschung, weil das Leistungsvermögen der Mannschaft deutlich höher einzuschätzen ist, man es aber oft nicht schafft, ein gute geschlossene Mannschaftsleistung abzuliefern. Zudem sollte man die Vorrunde auch deutlich ernster nehmen, denn viel zu häufig musste die Mannschaft aus privaten Gründen mit Ersatzspielern antreten und verpasste so wichtige Punkte. Schon eine um einen Platz bessere Platzierung in der regulären Saison hätte am Ende zumindest die Vizemeisterschaft bedeutet.


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