Spannende Meisterrunde begeistert Kegel-Fans
Die Play-offs in der Meisterrunde der ersten Sportkegel-Bundesliga bieten derzeit alles, was das Kegelherz begehrt. Nämlich Spannung und Dramatik pur. Und das anfast allen Spieltagen fast bis zur letzten Kugel.
Einen wahren Krimi erlebten die Zuschauer am zweiten Spieltag in Oberthal. Viele Kegler können sich vielleicht nur vom Hörensagen daran erinnern, dass die gastgebenden Kegelfreunde jemals ein Heimspiel verloren haben. Aber diesmal war es fast soweit, erst mit einer Blanken im vorletzten Wurf schaffte Daniel Schöneberger den Tagessieg für die Saarländer.
Aber bis dahin hatten die Spieler alle schon einen aufregenden Tag in den Knochen. Leider nicht für Düsseldorf, denn bei der SG kam nur Frank Kremer (939, 20 Punkte) auf eine Zahl, die an diesem Tag zu den Top-Five gehörte. Zwar knackten Marvin Panneck und Valentin Olbricht (beide 902, 15 und 14) noch die 900er Marke, doch Volker Baumeister (890,8), Dirk Kremer (895,12) und Thomas Fischer (897,13) zeigten zu wenig, um entscheidend in das Titelrennen eingreifen zu können. Das war dann doch eher mannschaftliche Geschlossenheit auf leider zu niedrigem Niveau. Zumindest reichte die Endzahl von 5425 noch, um Gilzem in die Schranken zu weisen, um auf Rang drei zu landen. Gab zwar noch zwei Punkte, aber zu wenig, um im Titelrennen entscheidend einzugreifen.
Wie man sich im Titelrennen fokussiert und eine Leistungsexplosion auf die Bahn legt, zeigte dann Heiligenhaus. Sogar André Laukmann (989,24) gelang es noch sich gegenüber dem Bundesligaspiel (981) zu steigern. Und Marcel Grote (971,23) gelangen im Ligenspiel sogar nur 848 Punkte. Damit setzte man Oberthal richtig unter Druck und so zeigten Markus Gebauer (895,11) und Gilles Mores (894,10) schon eine Menge Nerven. Nach den Zahlen von Heiligenhaus mit Raphael Kerkhoff (864,3), Robin Holler (891,9) und Sascha Bacinski (834,1) gegen die Zahlen der Gastgeber Timo Schön (907,17) und Carsten Thull (876,4) ging Heiligenhaus mit 25 Punkten Vorsprung in den letzten Block, denn Daniel Schöneberger (939,21) mit der letzten Kugel gegen Marcel Schneimann (906,16) für die Gastgeber entschied.
Somit führte Heiligenhaus nach zwei Spielen mit neun Punkten die Tabelle an, alle anderen Teams kamen auf sieben Punkte und eine Vorentscheidung im Titelrennen gefallen.
In Gilzem entwickelte sich über drei Blöcke ebenfalls ein spannendes Spiel. Doch am Ende setzten sich die Gastgeber recht souverän durch. Für Gilzem standen die Zahlen von Patrick Bartz (923,23), Mike Reinert (866,8) und Patrik Dichter (848,6) nach der Häflte des Wettkampfes auf dem Zähler. Für die SG die Zahlen von Marvin Panneck (884,13), Frank Kremer (885,14) und Thomas Fischer (867,9), für Oberthal Holger Mayer (885,15), Markus Gebauer (877, 11) und Gilles Mores (918,21) und für Heiligenhaus André Laukmann (908,20), Marcel Grote (887,16) und Raphael Kerkhoff (829,5).
Also alles dicht beieinander doch nach der Zahl von Kim Hoffmann (896,19) für Gilzem verabschiedeten sich Düsseldorf mit Stephan Stenger (801,2) und Timo Schön (825,4) aus dem Rennen um den Tagessieg. Heiligenhaus zeigte mit Robin Holler (880,12) blieb den Gastgebern aber noch auf den Fersen.
Die Vorentscheidung fiel dann aber in Block fünf. Pascal Petry (920,22) setzte sich entscheidend von Heiligenhaus mit Sascha Bacinski (865,7) ab und die Plätze drei und vier waren jetzt eigentlich auch vergeben nach den Zahlen von Düsseldorf mit Dirk Krmer/Christoph Tillmann (867,10) und Carsten Thull (813,3) für die Saarländer.
Im letzten Block bekamen die Zuschauer aber mit der Tagesbestzahl von Valentin Olbricht (931,24) nochmal ein Highlight geboten. Änderte aber nichts mehr an der Platzierung, denn Marcel Schneimann (892,18) brachte einen Vorsprung vor Düsseldorf von 26 Punkten ins Ziel. Und Gilzem ließ mit Tom Hoffmann (891,17) auch nichts mehr anbrennen. Daniel Schöneberger (775,1) war leicht angeschlagen und ließ die Partie dann auch so auslaufen.
Vor dem letzten Spieltag am Samstag in Heiligenhaus kann eigentlich nur noch ein Wunder die Gastgeber vor dem Titelgewinn bewahren. Spannend wird es nur noch Rennen um die Plätze. Dort hat allerdings Gilzem (11 Punkte) derzeit die Nase vorn vor Düsseldorf (9) und Oberthal (8).


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