Punkt auf Silbertablett serviert

Punkt auf Silbertablett serviert

Manchmal hat man eben Glück und ist zur richtigen Zeit am richtigen Ort und kann einen Punkt mitnehmen, den man unter normalen Umständen nicht geholt hätte. So erging es auch den Gästen des KC 88 Wettenberg bei der Nachholpartie des ersten Spieltages in der Kegel-Bundesliga bei der 1:2 (4980:5161; 33:45) -Niederlage bei der SG Düsseldorfer Kegler. Aber am Ende des Tages kräht sowieso kein Hahn mehr danach, wie der Punktgewinn zustande kam. Zumindest nicht bei denen, die glücklich davon profitieren.

Das liegt zum einen an der unglaublichen Verletzungsmisere, die die SG gerade heimsucht. Valentin Olbricht leidet immer noch an seiner schweren Knieverletzung und seine Rückkehr steht noch in den Sternen und zum anderen sonnt sich Niklas Kleinlosen seit geraumer Zeit im Urlaub, was die Stimmung in der Mannschaft derzeit auch nicht gerade in ungeahnte Höhen schießen lässt.

Und so müssen auch die angeschlagenen Stephan Stenger und Christoph Tillmann spielen, damit die zweite Mannschaft nicht zu sehr unter Druck gerät, weil sich sonst andere Kegler auch noch für die erste Mannschaft fest spielen würden.

Im ersten Block lief gegen Wettenberg noch alles wie vorausgesagt. Frank Kremer (934,12 Punkte) und Marvin Panneck (891,1) zeigten gegen Jan Anders (860,7) und Janis Schmidt (868,9) ein überzeugendes Spiel und gaben auch keine Wertung ab.

Das änderte sich aber schon im zweiten Block. Dirk Kremer (917,11) spielte ebenfalls souverän auf, aber Christoph Tillmann (790,3) fehlte aufgrund seiner Knieprobleme die entscheidende Länge in seinen Würfen. Und so gelang Sebastian Kläpfel (810,4) und seinem Blockpartner Patrick schnell (785,3) ohne Mühe, einige Wertungen abzugreifen.

Die Oberschenkelprobleme von Stephan Stenger (768,1) sind immer noch nicht verheilt und ein Wertungspunkt in Heimspielen bedeuten schon fast automatisch einen Punktverlust. Daher nutzte auch die Zahl von Thomas Fischer (861,) nichts. Und so benötigten Kai Göbler (827,5) und Tino Anders (830,6) auch keine herausragenden Ergebnisse, um den Zusatzpunkt zu ergattern.

Derzeit lässt sich nur ganz schwer prognostizieren, wohin die Reise der SG in der Bundesliga geht. Abzuwarten bleibt halt, wie sich die Personalsituation und die Einsatzbereitschaft einzelner entwickelt.

A. Krüger

Pressesprecher

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