Thomas Fischer „Man of the Match“

Thomas Fischer „Man of the Match“

Mit 13 Blanke verwandelte er vermeintlich sichere Niederlage in einen Sieg um

Eigentlich waren sich alle Zuschauer und Protagonisten eine Bahn vor dem Ende der Bundesliga-Partie der SG Düsseldorfer Kegler gegen den KSC Hüttersdorf einig, dass die drei Punkte am siebten Spieltag mit ins Saarland gingen. Die Stimmung war auch schon ein bisschen lethargisch und die Gäste verhalten optimistisch, denn der Rückstand vor der letzten Räumgasse betrug immerhin 45 Punkte. Dass es dann am Ende doch noch zu einem unerwarteten 2:1 (5284:5276; 40:38) – Sieg reichte, damit hatte niemand mehr gerechnet.

Das lag zum einen daran, dass im Schlussabschnitt Kai Knobel (902,10) und Sacha Leißmann (884,6) ihr bis dahin sehr hohes Niveau nicht mehr ganz halten konnten und zum einen daran, dass Niklas Kleinlosen (867,4) und vor allem Thomas Fischer ((903,10), die bis dahin zurückhaltend aufspielten, sich zum Ende hin in einen wahren Rausch spielten.

Knobel hatte immerhin 792 vor der letzten Bahn, spielte dann auf der Bahn zwei aber „nur“ noch 210, Leißmann, immerhin mit 771 auf die Bahn vier gewechselt, kam noch auf 213.

Niklas spielte zum Schluss auf der Bahn drei acht plus aber zum „Man of the Match“ avancierte eindeutig Thomas auf Bahn eins. Mit einem Abräumer gestartet, normale sieben und dann König Dame, ließ er nichts mehr anbrennen und zog dann einfach mal durch und spielte neun um neun bis zum Ende der Gasse. In dieser Drucksituation sicherlich nicht alltäglich und auch verdammt schwer. Inzwischen war auch das Publikum wieder erwacht und feuerte die Gastgeber lautstark an. Während das Gesicht bei den Gästen langsam länger wurde, weil nun auch sie realisierten, dass das Spiel zu kippen drohte.

Auf der einen Seite grenzenlose Erleichterung, auf der anderen grenzenlose Enttäuschung. So ist das nun mal im Sport, aber wahrscheinlich machen geradesolche Situationen die Faszination aus.

Spannend war die Partie bis dato sowieso gewesen. Mit nur einem Punkt Vorsprung ging die SG nach den Zahlen von Frank Kremer (933,12) und Marvin Panneck (883,5) gegen Robert Schrecklinger (919,11) und Marc Glöckner (896,7) aus dem ersten Block.

Nach dem Mittelblock betrug die Führung auch nur 24 Punkte nach den Ergebnissen von Christoph Tillmann (798,1) und Dirk Kremer (900,8) gegen Holger Hamm (822,2) und Marius Weber (853,3).

Sicherlich ein glücklicher Sieg, doch die zwei Punkte sind Gold wert, zumal man derzeit eher in Richtung Play-Down schauen muss. Doch es gibt Licht am Ende des Horizonts der Verletztenliste. Denn Stephan Stenger befindet sich auf dem Weg der Besserung und Valentin Olbricht beginnt in dieser Woche mit dem Training. Und dann richtet sich der Blick vielleicht auch bald wieder nach oben.

A. Krüger

Pressesprecher

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